Mamuschkas und gefrorene Wimpern in Harbin
Warum fahren wir im Winter in die chinesische Stadt Harbin an die russische Grenze nachdem wir uns in Thailand so schön aufgewärmt haben? Weil dieser Trip auf unserer Bucket-Liste steht. (So eine Reise-Wunschliste braucht jede echte Expat-Ehefrau!) Wir fragen uns also, ob man Harbin gesehen haben muss und machen uns auf den Weg, um das herauszufinden. In der Ankunftshalle des Flughafens von Harbin gibt es offensichtlich mehr öffentliche Umkleiden als Toiletten. Das Draußen-Thermometer zeigt minus 20 Grad. Also Schlappen aus, Winter-Boots an. Nur Niklas braucht das nicht. Seine trendigen Turnschuhe und löchrigen Nike-Socken werden schon reichen. So kalt wird es schon nicht sein (von wegen!) Die 5-Millionen-Einwohner-Stadt Harbin ist die Hauptstadt der nördlichsten chinesischen Provinz Heilongjiang. Im Winter können die Temperaturen hier nachts bis auf minus 40 Grad sinken. Die Entwicklung Harbins zur Metropole begann ab 1898 mit dem Bau der Ostchinesischen Eisenbahn. Viele russische Ingenieure und Arbeiter kamen zu dieser Zeit in die Stadt. Die Russische Revolution von 1917 führte dann zu einer weiteren großen Welle russischer Emigranten. In den 1920er Jahren erlebte die …