Sieben Tage in Tibet
„Der Weg ist das Ziel“ ist unser Motto für die Reise zum Dach der Welt – nach Tibet. Deshalb nehmen Florian, Niklas und ich den Zug ab Shanghai. Vor uns liegen 4.370 Kilometer und 48 Stunden Zugfahrt bis nach Lhasa. Wir passieren 15 Städte und fahren über den Tanggula-Pass auf über 5.000 Meter Höhe. Unser Ziel ist das autonome chinesische Gebiet Tibet, das auf der gleichnamigen Hochebene auf der Nordseite des Himalaya-Gebirges liegt. Wir steigen also ein – und putzen erst einmal die Fenster! Das wird zwar erst für den zweiten Streckenabschnitt empfohlen, um einen freien Blick auf die Tibet-Antilopen zu haben, aber sicher ist sicher. Wer weiß, was es sonst noch zu sehen gibt. Unser Viererschlafabteil hat eine gemütliche Wohnwagen-Atmosphäre. Auch die maximale Unordnung, die sich auf so engem Raum sofort einstellt, erinnert mich an vergangene Campingurlaube. Die Laowais (Westler) dürfen nicht verloren gehen „Don’t lock the compartment door from the inside!“, werden wir von den Zugbegleitern angewiesen. Schnell wird klar: Sie wollen sich in den nächsten Tagen ganz besonders gut um uns kümmern. Ausführlich erklären …